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Das Land der Dichter und Denker
– Das deutsche Bildungssystem als Vorbild über Jahrhunderte
Die Bilder aus England, Südfrankreich, Norwegen, aber auch zunehmend aus deutschen Städten zeigen nun auch den Etablierten und den Gutmenschen im Ansatz, dass die Integrationspolitik gescheitert ist – die, wie wir Nationalen stets betonten, auch nie gelingen konnte.
Hilflos schlagen die großen „Volksparteien“, egal, ob CDU oder SPD, mit den Flügeln um sich und suchen – um nicht selbst für ihr Handeln die Verantwortung übernehmen zu müssen – Schuldige, die sie opfern können. Welche Berufsgruppe bietet sich da besser an als die der Pädagogen, vom Kindergarten bis zur Hochschulausbildung, die sich unzureichend engagieren und die inflationär auf sie einströmenden Schulversuche nicht wie gewünscht umsetzen.
Warum dieser Artikel auf der Seite des NHW?
Als Pädagogin bin ich es leid, immer wieder Artikel lesen zu müssen, in denen auf das finnische Bildungssystem als funktionierendes beispielgebend verwiesen wird. Welche Motive Finnland in den 70er/80er Jahren hatte, sein eigenes Bildungssystem zu reformieren, blendet man aus. Die Finnen suchten ein Modell, was sich bewährt hat, aber auch finanzierbar war (besonders im ländlichen Raum). Das deutsche Bildungssystem besaß bis dato weltweit einen sehr guten Ruf, trotz so mancher Schwächen. Die Abschlüsse waren weltweit anerkannt – auch ohne Bologna. Warum dann aber nicht das föderale westdeutsche? Weil „Die klassische Bildungsidee, …, [ist] vor längerer Zeit von Amts wegen zu Grabe getragen worden: Sie fiel in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts dem so genannten Durchbruch des gesellschaftspolitischen Denkens zum Opfer.1“ Dass nun aber die postkommunistische Partei Die LINKE und eine sich „Volkspartei der Arbeiter“ rühmende sozialdemokratische Partei jetzt mit immensen finanziellen Mitteln eine neue Form der Einheitsschule etablieren wollen, ist grotesk, wenn nicht gar als gefährlich anzusehen.
Generell begrüßen auch die Nationalen Schulformen unter einer zentralen Führung, die es den Schülern und Schülerinnen ermöglichen, unabhängig von der Vermögenslage ihrer Eltern und entsprechend ihrer Potentiale gefördert zu werden. Auch favorisieren wir Nationale deutschlandweit einheitliche Abschlüsse, die den Schulabgängern helfen, ihre Berufswünsche umzusetzen, aber auch den Erfordernissen des Arbeitsmarktes gerecht werden. Der Staat ist in der Pflicht, seinem Volk ein gewisses Maß an Orientierung und Verlässlichkeit zu garantieren. Das föderale Bildungssystem der BRD hat hingegen Deutschland nur geschadet.
Wir lehnen eine Gleichschaltung des Menschen in jeglicher Form ab, denn die Menschen sind nicht gleich. Mit dem Begriff „Entwicklung der Persönlichkeit“ bezeichnen wir einerseits den Prozeß der Vervollkommnung der Persönlichkeit im Hinblick auf die allgemeinen und speziellen Forderungen der Gemeinschaft. Andererseits ist der Mensch ein natürliches Wesen. Er besitzt ererbte und angeborene anatomisch-physiologische Voraussetzungen, die spezifische Züge der menschlichen Natur aufweisen. Einen weniger begabten Schüler mit Lernstoff zu überfordern, wäre genauso verantwortungslos wie einen Hochbegabten nicht ausreichend zu fordern. Es empfiehlt sich daher eher von einer Bildungsgerechtigkeit zu sprechen, statt von einer Bildungsgleichheit.
Dass nun Finnland sehr gute „Schulnoten“ bekam, nutzen die Linken als Argument. Aber dass Finnland – zum Glück – die Probleme noch nicht zu bewältigen hat, denen sich ein deutscher Lehrer in den Ballungszentren zu stellen hat, wird verschwiegen.
Ich kann die Argumente der Lehrer im Ostteil dieser Republik durchaus verstehen: „Das hatten wir doch alles schon.“ oder „Die finnischen Lehrer wurden doch bei uns ausgebildet.“ Und daraus nährt sich die Hoffnung, den Zustand der inneren Zufriedenheit wiederherstellen zu können. Dieser ist aber mit diesem Modell auch nicht erreichbar – auch wenn die Linken sie damit zu ködern versuchen. Denn den hohen Ausländeranteil und die damit verbundenen sozialen Probleme gab es in der DDR einfach nicht. Sicher, auch hier gab es „Problemschüler“, die man aber fast alle – und wenn nur ein wenig – mit pädagogischen Methoden und sich auf das Erziehen und Lehren konzentrierend für die Schule gewinnen konnte.
Es ist erschreckend zu sehen, wie weit sich die Politiker vom größten Teil des Volkes abgegrenzt und jegliche Berührungspunkte verloren haben. Es reicht eben nicht aus, im Rahmen des Wahlkampfes in sozialen Einrichtungen vorbeizuschauen und sich nett lächelnd bei der „Arbeit“ fotografieren zu lassen. Zugegeben, Sozialpolitik ist ein begehrtes Schlagwort unserer Etablierten, es hört sich gut an – macht beliebt und lockt die Wähler zu den Urnen. Wie ein Beispiel treffend zeigt:
„In ihrem Eingangsstatement betonte die Ministerin [Manuela Schwesig], dass es das wichtigste Ziel sei, Kinderarmut zu vermeiden und Familien zu stärken. Deshalb sollen die Gruppengrößen im Kindergarten weiter schrittweise auf 15 Kinder und die Krippenkosten für die Eltern auf die Höhe der Kindergartenbeiträge abgesenkt werden. Ziel sei das kostenfreie Mittagessen für alle Kinder in Kitas.2“ Über die Frage – ist das alles derzeit realistisch – wird großzügig hinweggesehen. Ist es aber nicht utopisch, wenn auch durchaus wünschenswert, bei dem heute schon bestehenden Erziehermangel? Realistische und zielführende Lösungen werden nicht angeboten. Man gibt sich mit seichten Floskeln zufrieden: „Manuela Schwesig sagte die Straffung und qualitative Verbesserung der Erzieherinnenausbildung zu.3“ – Kennt sie diese überhaupt? Ich bin mir nicht sicher.
Nutzer des Internetforums facebook formulieren es richtig: „Frau Schwesig so weit ich mich erinnere gibt es diese Problem seit Jahren und ihre Partei hat bei der Lösung kläglich versagt 4“ oder „”Wofür steht die SPD? Sag du es uns!” könnte hilfloser nicht formuliert sein.5“
„Es sei “viel zu spät über das Personal als begrenzenden Faktor nachgedacht worden”, kritisierte Institutsdirektor Thomas Rauschenbach in der Samstagsausgabe der “FAZ”. Ab Juli 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Nur in Ostdeutschland, wo die Betreuungsquote bereits heute wesentlich höher ist als im Westen, rechnet das DJI nicht mit Problemen bei der Umsetzung dieser Zusage.6“
Es ist bezeichnend für alle etablierten Parteien, wie nun versucht wird, alle Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen: Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer, Arbeitslose gegen Arbeitende, Alte gegen Junge, Arme gegen Reiche, „Ossis“ gegen „Wessis“ – der Klassenkampf wird erfolgreich geschürt.
Ist denn so Sozialpolitik zu verstehen? Wir Nationalen sagen Nein, weil die Nationalen nicht das Trennende, sondern das Verbindende im eigenen Volk suchen.
Prof. Dr. Dieter Schulz argumentiert in seinem Aufsatz vernünftig: „Was Individuum und Gesellschaft verbindet, ist der Begriff der Leistung. So wie »das Individuum verpflichtet ist, im Rahmen seiner Fähigkeiten in der Gesellschaft und für die Gesellschaft Leistung zu erbringen, so ist umgekehrt die Gesellschaft verpflichtet, sich in kultureller und sozialer Hinsicht in den Dienst des Einzelnen zu stellen«.7 Konsequenterweise muss von Kindern und Jugendlichen bereits in der Schule erfahren werden, dass auch die schulische Leistung grundsätzlich sozialpflichtig ist. Wer in einem Sozialstaat lebt, muss darum wissen, dass dieses immer Leistung auf Gegenseitigkeit bedeutet. … Aus diesem Wechselspiel, das dem immer noch existenten Sozialneid entgegenarbeiten muss, erwächst und leitet sich ein schulischerseits unterstütztes und gefördertes Verhalten ab, das die angesprochene »Ellbogengesellschaft« zurückdrängt bzw. in ihre Schranken verwiesen wird.8“
„Wer die Wirtschaft hinter sich hat, hat die die Zukunft vor sich.9“ Diesen Satz von einer ehemaligen Schulleiterin zu lesen, ist erschreckend. Schule als Spielball der Wirtschaft? Zu ergänzen wäre das Volk – denn sonst wären die Schulen, die Lehrer und die junge Generation dem willkürlichen Handeln der global agierenden Unternehmen ausgesetzt. Man sollte nicht alles ökonomisieren. Parameter, die vielleicht in der Wirtschaft funktionieren, lassen sich nicht eins zu eins auf die sozialen Bereiche übertragen, und sollten es auch nicht werden. Mit Sicherheit, hat die Wirtschaft einen Anspruch auf gut ausgebildete Fachkräfte, aber sie ist auch in die Pflicht zu nehmen, mit für die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen zu sorgen – Unternehmertum verpflichtet.
Deutschland muss sich seiner guten Traditionen – auch im Bildungsbereich – wieder bewußt werden. Denn nur dann wird es in der Lage sein, den ihm gebührenden Stellenplatz in einem Europa der Nationen einzunehmen.
Hanna R . Schirmacher
1 Fuhrmann, Manfred: Bildung. Europas kulturelle Identität, Stuttgart 2002, S. 52
2http://www.sylvia-bretschneider.de (gelesen am 20.08.2011)
3 http://www.sylvia-bretschneider.de (gelesen am 20.08.2011)
4 Richard Kruse kommentierte am 03.08.2011 einen Beitrag von Manuela Schwesig auf deren facebook-Seite
5 Tilman Dachselt kommentierte am 15.07.2011 einen Beitrag einen Beitrag von Manuela Schwesig auf deren facebook-Seite
6 http://eisenach.thueringer-allgemeine.de (20.08.2011)
7 Heldmann, Werner: Kultureller und gesellschaftlicher Auftrag von Schule. Krefeld 1990, S.724
8 Schulz in Kruze/Mortag/Schulz (Hrsg.) 2006, S.11
9 Schönefeldt, Christine in Kruze/Mortag/Schulz (Hrsg.) 2006, S.11
