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Das Massaker von Norwegen – Leitartikel

Zugegeben, die sozialdemokratischen Jugendbewegungen der sogenannten “Arbeiter”parteien nebst kommunistischen Nebenbuhlern waren nie so wirklich unsere Freunde. Dass die westlichen Regierungen nun wirklich alles nur erdenkliche unternehmen, um sich möglichst viele Feinde in der ganzen Welt zu schaffen, ist offensichtlich. Gewillt, anderen Ländern und Gebieten, ganz besonders den arabisch-islamischen, ihr Demokratieverständnis aufzuzwängen, ist – simple gesagt – kriminell und menschenunwürdig. Ganz zu schweigen von dem, was sie ihrem eigenen Volk – dem sie sich verpflichtet haben – antun, ist nicht verzeihbar. Dass daraufhin immer mehr denken: „Diesem Spuk müssen wir ein Ende bereiten.“ entsprechend verständlich. Aber zwischen dem Denken, dem Versuch es politisch zu bewerkstelligen und einem tatsächlich ausgeführten Terror-Attentat, wie das von Oslo bzw. der eine Stunde entfernten Insel Utøya, liegen jedoch Welten.

Dass damit keiner gern in Verbindung gebracht werden möchte, ist ebenfalls klar. Immerhin wurden dabei nahezu 100 Menschenleben einfach so ausgelöscht – meist Kinder und Jugendliche. Eine widerliche, abscheulich feige Tat!

Es war erst anzunehmen, dass es sich beim dem Attentat vom 23.07.2011 wieder um „Jihadisten“ handelte, die sich bereits in halb Europa für blutige Bomben-Attentate verantwortlich zeigten. Aber nach bereits ein paar Stunden kochte die Gerüchteküche eine andere Suppe, diesmal von einem Täter mit blonden Haaren. Es solle sich dabei um einen großen ethnischen Norweger handeln. Immer mehr und mehr Informationen über Anders Behring Breivik kommen ans Licht, die auf dem ersten Blick auf einen rechtsextremen Täter hindeuteten, doch eben nur auf dem ersten…

Laut eines erst kürzlich ins Netz gestellten Videos bei youtube.com:

http://www.youtube.com/watch?v=ps2GWengu1o&feature=share

sei der angebliche „Kamerad“ islamkritisch und bezeichnet sich selber als Nationalist, der den (fundamentalen) Islam als schleichende Landnahme betrachtet. Nun, diese Ansicht teilen nicht nur Nationalisten, sondern bereits die Mehrzahl der europäischen Bevölkerung: von Scheuklappen abgelegten SPD-Wählern und Politikern, über das gesamte konservative bzw. pro-zionistische Spektrum (alla Pro, Flams Belang, Sverigedemokraterna…) bis hin zu den wahren Nationalisten.

In dem mehr als konfusem Video stellt Breivik als Lösung den Weg der christlichen Templer dar. Das fundamentale Christentum würde Europa vor dem Ansturm des Islam und des gesellschaftzerstörenden (Kultur)Marxismus retten. Dabei erkennen wir natürlich die Gefahr des Islam und des Marxismus, letzterer durch die zersetzende Lehre der Frankfurter Schule verbreitet, durchaus an. Nur sind wir auch diesmal nicht die Einzigen, die diese Meinung teilen. Würde man nämlich diese Feststellung bei nahezu jeder CDU-Versammlung in den Raum werfen, bekämen wir hinter vorgehaltener Hand mit Sicherheit weitaus aggressivere Antworten. Da würden die „frommen“ Kreuzritter schnell wieder auferstehen und so manches Massaker an Islamisten auf arabischen Boden anrichten. Was ja bewiesenermaßen nicht nur einmal passiert ist. Die Kriege im Irak, Afghanistan, Libyen usw. sind in den vergangenen Jahren nur der letzte Teil einer blutigen Reihe, die sich die Christen getrost auf ihre blutigen Fahnen schreiben können.

Als wir von den Attentaten hörten, fragten wir bei Führungskameraden der Norwegischen Bewegung an, ob diese eventuell schon mal von Breivik gehört hatten. Sie taten es NICHT. Vielmehr soll er früher Mitglied (bis 2006) und nun ein Sympathisant der Norwegischen „rechts“populistischen Fremskrittspartiet sein, welche einen ähnlichen Weg geht wie die Dänische Volkspartei oder die Sverigedemokraterna in Schweden. Alle haben sie jüdische, pro-zionistische Politiker in ihrem Parteivorstand bzw. sind damit verheiratet. Erfolgreich sind sie deswegen in Skandinavien, weil sie die Angst der Skandinavier vor dem Islam geschickt ausnutzen und damit auf derselben Wellenlänge liegen wie Ultra-“Rechts“-Politiker in Israel. Treffen der verschiedenen Organisationen gab es erst kürzlich im „heiligen“ Land, wo neue Strategien im Kampf gegen den Islam ausgeheckt und unheilige Allianzen geschmiedet wurden.

Auf einer pro-israelischen Seite, document.no, schrieb der 32 jährige Massenmörder:

„Man kann Rassismus nicht mit Rassismus bekämpfen… alle unsere ideologischen Argumente gehen vom Anti-Rassismus aus.“ Weiter attackiert er scharf die Ansichten der BNP oder Front National, welche als rechtsextreme Parteien gewertet werden.

„Wir müssen dafür sorgen, das andere KULTURKONSERVATIVE auf unsere antirassistische/pro-homo/pro-Israel-Linie kommen“.

Last but not least: der in der Presse als Rechtsextremist beschriebene Anders Behring Breivik ist bekennendes Mitglied der Freimaurer, mit Rang eines „St. Johannes Lehrlings“. Nun kann man wieder viel darüber streiten, in wie weit er rechtsextreme Positionen übernommen hat, aber Freimaurer sind nun wirklich nicht dafür bekannt, Nationalisten in ihren Reihen willkommen zu heißen. Ihre Positionen sind extrem nationalstaatsfeindlich und sind in einem föderativen System organisiert.

Dies kann die Presse so nicht verlauten: Einer von ihnen, von „den Guten“, konnte nicht für das schlimmste Massaker in Norwegens Geschichte verantwortlich sein?! Es musste also ein Sündenbock gefunden werden und wer bietet sich da nicht besser an, als die aufstrebenden Nationalisten. Damit hatte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. An Schulen, bei Wahlen und in Reportagen kann man nun die aktuellen nationalen Bewegungen in Europa als norwegische „Reichskristallnacht“ belasten, außerdem die Repressionen gegen Nationalisten mit ihren Familien verstärken, ohne dass jemand auch nur wagt, dagegen etwas zu sagen – immerhin hat einer „von uns“ ein Blutbad angerichtet. Ein Einhalten ihres eigenen Pressekodexes,“ publizistische Aufgabe fair, nach bestem Wissen und Gewissen, unbeeinflusst von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen“ wahrzunehmen, legt man dabei leicht etwas großzügiger aus.

Weitere Berichte folgen in den nächsten Tagen. Unter anderem wird das aufgetauchte „Manifest“ von Breivik auseinander genommen, was vorab gesagt, zu 97% als Plagiat zu werten ist. Der ehemalige Verteidigungs-Minister zu Guttenberg & Co. wissen genau, wie man so was macht.

Weiterführende Artikel

Koscher und politikfähig:

http://www.nordischeshilfswerk.org/2011/01/koscher-und-politikfahig/

Tagesschau:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video949130.html